In wenigen Tagen ist es nun soweit. Unser OGAR D-KLDB tritt eine weite Reise an - nach Südafrika!

Ich hoffe, der Fliegerkamerad, der ihn gekauft hat, wird mit ihm ebenso schöne Flüge und Erlebnisse haben wie wir.

 

Deshalb an dieser Stelle ein kleiner Rückblick

 

Unseren OGAR mit der Kennung D-KLDB, Bau-Nummer B-762 hat der Klaus aus einem feuchten Shalder aus Merseburg geholt. Das war am 04.11.1997. Start in Merseburg um 12:05, Landung in Langhennersdorf um 13:15 UTC. Dabei war übrigens der Lutz-Peter Kern, vielen Luftsportlern bekannt als Geschäftsführer des Luftsportverbandes Sachsen.

In dem Zusammenhang – Klaus hat so manches rangeschafft, was uns vorangebracht hat!

Nun hatten wir also erstmals einen Motorsegler. Von Anfang an war die Meinung geteilt, aber die Skeptiker sollten nicht die Oberhand gewinnen. Also wurde der neue Vogel (neu bei uns in Langhennersdorf, auf der Welt war der auch schon seit 1977, da hat er nämlich unter der genauen Typenbezeichnung SZD 45A das Herstellerwerk in Bielsko-Biala verlassen), der einen eher traurigen und zerzausten Eindruck erweckte, in die Werkstatt geholt, auseinandergenommen, gereinigt, gewartet, gestrichen. geharzt, geschmiert, poliert und wieder zusammengesetzt. Dann kam seine Hoheit – der Prüfer. Mit wichtiger Mine wurden die Papiere gewälzt (in Fachkreisen Halterakte), Seite um Seite. Keine gravierenden Mängel! Nun kam das Flugzeug selbst an die Reihe. Ausgerüstet mit Taschenlampe und Inspektionsspiegel – und mit noch viel wichtigerer Mine als bei den Papieren – wurde durch Handlochdeckel, Ruderspalten und sonstigen Öffnungen in Rumpfröhre, Radkasten, Tragflächen, kurz – überall hinein, drauf und drunter geschaut. Es wurde an Ruderseilen und Stangen gezerrt und gezogen, an Trag- und Leitwerk gerüttelt und am Propeller gedreht. Irgend wann war es dann so weit, wir hielten – große Freude – den Prüfschein der Jahresnachprüfung in den Händen!

Nun konnte das eigentliche Ziel anvisiert werden – das Fliegen. Wieder war es Klaus, der als Einweiser uns das Fliegen unseres neuen Vögelchens lehrte. Wobei – Vögelchen – von wegen, den Geräuschen nach war das ein ganz schöner Vogel!

Und so war unser OGAR bald nicht mehr aus unseren Flugbetrieben wegzudenken. Neben Gastflügen konnte man nun auch mal zu erschwinglichen Konditionen umherfliegen. Gern erinnere ich mich schöner Flüge nach zum Beispiel Oehna oder Gera. Im letzten Jahr (2007) waren wir, das sind Gerd Uhlig und ich, sogar zum großen Flight-in in Tannheim! Dort hat unser OGAR auf Grund der Seltenheit dieses Spezies viel Aufmerksamkeit erregt.

In Kürze wird uns nun unser OGAR verlassen. Was bleibt, für mich jedenfalls, sind unauslöschliche Erinnerungen an schöne Flüge.

Resümierend muss auch unbedingt festgehalten werden, dass der OGAR viele unserer Sportfreunde animierte, sich mit der Sparte Motorsegelflug zu befassen und diese Lizenz zu erwerben.

Er wird einen würdigen Platz in der Geschichte unseres Flieger-Clubs haben!

Bevor ich das Kapitel OGAR nun abschließe ist es mir noch ein Bedürfnis all denen zu danken, die das Flugzeug über die Jahre mit viel Engagement und Zeiteinsatz betriebsbereit hielten. Vorrangig seien da genannt der Günther Zimmermann, der Steffen Sziedat und der Gerd Uhlig

Ogar+Zelt-k

Das war zum Fly Inn in Tannheim, 2007. Am Sonnabend Morgen. Das Wetter - lieber nicht aus dem Zelt schauen!
Gerd versucht gerade zu ergründen, wie das viele Wasser in die Kabine kommen konnte. Unser Zelt war glücklicherweise wesentlich dichter!

[Das Jahr 2008]